Boli bei Milchkühen – Möglichkeiten und Nutzen

Diverse Faktoren führen in der Milchviehhaltung zu Mangelsituationen. Ob Mengen- oder Spurenelemente, Vitamine oder Energie, jeglicher Mangel führt immer zu Leistungseinbussen und einer schlechteren Gesundheit der Tiere. Dies führt zu erheblichen Folgekosten und beeinträchtigt die folgenden Laktationen wie auch die Entwicklung der Kälber in derer Jugend. Die Eingabe von Boli kann in vielen Bereichen Verbesserungen herbeiführen oder sogar präventiv Mangelsituationen verhindern.  

Klassisches Anwendungsbeispiel von Boli ist die Zeit ums Abkalben. Nach dem Abkalben, wenn die Milchproduktion und der Calciumbedarf stark steigen, ist es ratsam den Milchkühen vorbeugend einen (oder mehrere) Bolus mit gut und rasch verfügbarem Calcium zu verabreichen. Zu beachten ist auch die Zusammensetzung. So verhindern Boli in einem Zellulosemantel das Verätzen der Pansenzotten. Da immer häufiger ein Phosphormangel als primäre Ursache bei Problemfällen ausgemacht wird, kann es sinnvoll sein, auf ein Kombiprodukt mit Calcium und Phosphor zu setzen. Die Boli Calibol und Fosibol bringen Ihnen den gewünschten Effekt und sorgen für einen guten Start in die Laktation.

Bereits vor dem Abkalben, nämlich zu Beginn der Galtphase, können Kuh und Kalb durch die Verabreichung eines selenhaltigen Bolus unterstützt werden. Selen gilt als wichtiges Element in der Nutztierfütterung und ist an wesentlichen Prozessen im Körper beteiligt. So ist es u.a. ein Co-Faktor für das antioxidative System, hat eine wichtige Aufgabe für das Immunsystem, unterstützt die Eutergesundheit und sorgt, nebst der Vorbeugung der Weissmuskelkrankheit, für Kälber die vital sind und eine gute Sauflust aufweisen. Umso wichtiger ist es, die Galtkuh ausreichend mit Selen zu versorgen, damit das Kalb optimale Startbedingungen hat. Der Velibol kombiniert die Ergänzung von Selen zusätzlich mit dem Nutzen verschiedener pflanzlicher Inhaltsstoffe, um das Abkalben zügiger zu gestalten. Die langanhaltende und konstante Abgabe von ca. 45-60 Tagen ermöglichen ein gezieltes Management auf das Abkalbedatum. Ihre Kälber werden die Investition mit einer guten Entwicklung mehr als kompensieren.

Während der gesamten Lebensdauer ist ein gesundes und robustes Fundament wortwörtlich die Basis zum Erfolg. Fundamentsprobleme gehören zu den häufigsten Abgangsgründen bei Milchkühen. Nebst einer professionellen Klauenpflege und einem passenden Untergrund im Stall, gehört natürlich auch die Fütterung zu den wichtigsten Instrumenten, um die Klauengesundheit hochzuhalten. Diverse Spurenelemente und Vitamine sind für gesunde Klauen von entscheidender Bedeutung. Durch die Supplementierung des Bolus Bolutech Heel 2.0 wird den Kühen eine gute Versorgung mit Biotin, Zink und Vitamin E & C geboten. Durch das zweistufige Abgabeverfahren, einen Teil sofort in erhöhter Dosierung und einen Teil langanhaltend und konstant, kann die Versorgung dieser Komponenten gezielt und sicher erreicht werden.

Unsere Berater geben Ihnen gerne vertieft Auskunft zu den Anwendungsmöglichkeiten.

Hitzestress bei Schweinen – Ursachen und Lösungen

Hitzestress ist ein zunehmendes Problem in der Nutztierhaltung. Verlängerte Hitzeperioden mit hohen Temperaturen erhöhen die Anzahl Stunden und Tage, bei welchen für Schweine das Risiko für Hitzestress besteht. Die Auswirkungen sind vielfältig und bedürfen einem ganzheitlichen Konzept, um die negativen Folgen zu vermindern und das Tierwohl, sowohl die Leistung auf dem gewünschten Niveau zu halten.

Hitzestress bedeutet, dass die Kombination von Temperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit nicht optimal ist. Schweine leiden, wie viele andere Nutztiere auch, sehr stark an Hitzestress. Weil Schweine aber praktisch nur durch „hecheln/keuchen“ Wärme an die Umwelt abgeben können (oder über die Haut bei Kontakt mit einer kälteren Oberfläche) und kaum schwitzen, sind sie besonders sensibel und anfällig. Umso wichtiger ist es darum, ein optimales Klima anzustreben und auf eine ausreichende und einwandfreie Wasserversorgung zu achten. Säugende Sauen können dabei bis über 40 Liter Wasser pro Tag benötigen.

Die Folgen von Hitzestress sind sehr vielfältig. Nicht alle Symptome werden sofort sichtbar, haben aber einen nachhaltigen, negativen Effekt betreffend Tierwohl und Leistung. Am bekanntesten ist sicherlich das sogenannte „Sommerloch“, bei welchem vor allem die Fruchtbarkeit der Sauen als Hauptproblem ausgemacht wird. Nachfolgend einige weitere Folgen von Hitzestress bei Schweinen:

  • Darmzotten werden beschädigt
    • Kleinere Darmoberfläche & schlechtere Futterverwertung
    • Entzündungsreaktionen
    • Durchlässigkeit für pathogene Keime steigt
  • Futteraufnahme sinkt
  • Tiefere Milchleistung - bis zu 30%
  • Weniger Immunglobuline im Kolostrum
    • Ferkel sind weniger gut vor pathogenen Keimen geschützt
  • Fruchtbarkeitsparameter verschlechtern sich

Um Hitzestress und dessen Folgen zu vermindern gibt es, nebst den stallbautechnischen Möglichkeiten, diverse Lösungsansätze über die Fütterung. So kann z.B. im Sommer mit einer höheren Energiedichte gearbeitet und die Fütterung in die kühleren Stunden verlagert werden. Zudem können zusätzliche Wirkstoffe die Folgen eindämmen, resp. bereits vor möglichen negativen Auswirkungen vorbeugend eingesetzt werden. Ein solcher Wirkstoff sind z.B. Lebendhefen. Die Haupteffekte von Lebendhefen in Bezug auf die Schweinefütterung sind u.a. folgende:

  • Hält die Darmflora im Gleichgewicht
  • Fördert die „guten“ Bakterien
  • Erhöht die Verdaulichkeit der Futtermittel, insbesondere Rohfaser
  • Verbessert die Immunglobulinversorgung der Ferkel
  • Unterstützt eine gute Körperkondition während der Laktation

Gerne können Sie sich bei uns für weitere Infos und Anwendungshinweise melden.

Für eine reibungslose Verdauung

Die Verdauung der Milchkühe, resp. allgemein aller Wiederkäuer hat einige Eigenheiten und muss dementsprechend spezifisch beachtet werden.

Bezüglich der Proteinversorgung von Milchkühen ist es wichtig, den Bedarf an Aminosäuren möglichst genau abzudecken und nicht einfach «nur» Rohprotein zu füttern. Bei Überschüssen werden Ressourcen verschwendet, die Leber unnötigerweise belastet, Energie für die Ausscheidung benötigt und die Fruchtbarkeit der Kuh reduziert. Unterversorgungen führen u.a. unweigerlich zu Leistungseinbussen. Im Hinblick auf den Milcheiweissgehalt ist die Menge an verfügbaren Aminosäuren im Dünndarm entscheidend. Diese können direkt für den Aufbau von Milcheiweiss verwendet werden. Um die Ziele einer bedarfsgerechten und ressourceneffizienten Ration zu erreichen ist es unabdingbar, die Ration mit pansenstabilen Aminosäuren zu ergänzen und dafür den Rohproteingehalt zu senken.

Je nach erstlimitierender Aminosäure, gemäss Fütterungsplan, bringt bereits der Einsatz von einer oder zwei Aminosäuren einen hohen Nutzen. Besonders bei den aktuellen Preisen für Rohproteinkomponenten lohnt es sich doppelt, deren Einsatz genau zu berechnen. Wichtig beim Einsatz von Aminosäuren ist, dass diese pansenstabil sind und dadurch im Dünndarm aufgenommen werden.

Genau betrachtet werden muss auch der Pansen. Das komplexe Verdauungszentrum der Milchkuh kann nur unter optimalen Bedingungen die volle Leistung ausschöpfen und gleichzeitig störungsfrei funktionieren. Natürlich ist eine wiederkäuergerechte Ration mit hochwertigem Grundfutter das A und O. Es können aber zusätzliche Fütterungsmassnahmen getroffen werden, welche die Pansenfunktion und -gesundheit erheblich verbessern.

Eine dieser Massnahme ist die Ergänzung mit Lebendhefen in der Ration. Diese fördern die Verdauung der Rohfaser (mehr faserabbauende Bakterien), halten den pH-Wert stabil, bringen mehr Energie in die Kuh (verbesserte Rohfaserverdauung) und senken das Acidoserisiko (mehr laktoseverwertende Bakterien). Diese Faktoren begünstigen eine reibungslose und stabile Verdauung. Läuft der Pansen rund, läuft auch die Kuh rund. Somit werden Stoffwechselkrankheiten reduziert, es entstehen weniger Klauenprobleme, die Milchleistung oder die Milchinhaltsstoffe werden gesteigert und die Fruchtbarkeit wird erhöht.

Lebendhefen haben seit Jahren einen wichtigen Platz in der Milchviehfütterung. Vor allem in der Transit- und Startphase ist der Einsatz praktisch unverzichtbar.

Gerne beraten wir Sie näher zu den Themen Aminosäuren und Lebendhefen. Folgende Produktetipps können wir geben: ActiSmart (Lebendhefen und pansenstabiles Methionin) und Farmpack Amino Opti (pansenstabiles Lysin & Methionin).

Darmgesundheit beim Geflügel

Ein ausgewogenes Verhältnis an Mikroorganismen im Darm ist ein entscheidender Faktor für die Verdauung und somit für die Gesundheit von jedem Tier. Die Mikrobiota im Darm reagiert empfindlich auf Arzneimittelbehandlungen, Umweltfaktoren, schlechte oder falsche Ernährung und auf Stress wie z.B. Hitzestress oder Umstallungsstress. Zu den nützlichen Bakterien im Darm zählen wir unter anderem Lactobazillen, Bifidobakterien und Enterokokken. Pathogene oder schädliche Bakterien sind z.B. E. Coli, Clostridien und Salmonellen. Das Ziel ist es nun, das Verhältnis im Darm zu den nützlichen Bakterien hinzudrehen. Durch den Einsatz von Probiotika, das sind lebende Mikroorganismen (Lactobazillen, Bacillus subtilis), werden die gewünschten Bakterien im Darm gefördert und die schlechten dadurch dezimiert.

Das Produkt Biacton enthält Lactobacillus farciminis, ein Bakterium das im Darm grössere Mengen Milchsäure produziert. Dadurch wird der pH markant gesenkt und das Wachstum von E. Coli gestoppt. Zudem werden die Lactobazillen gefördert, was zu einem besseren Gleichgewicht im Darm führt. Der Bacillus subtilis im Clostat produziert ein Surfactin, ein natürliches Antibiotika, das spezifisch gegen Clostridien und indirekt auch gegen E. Coli wirkt. Durch das Eliminieren dieser Bakterien werden die „guten“ Lactobazillen gefördert, es entsteht eine ausgewogene, gesunde Darmflora.

Mit dem Einsatz dieser beiden Produkte wird also die Darmflora verbessert, das Huhn ist gesünder und widerstandsfähiger.

Abferkeln – Herausforderungen und Lösungen

Das Abferkeln stellt eine der wichtigsten Phasen für Sau und Ferkel dar. Unter anderem sind folgende Punkte für einen optimalen Laktationsstart von Sau und Ferkel entscheidend:

  • Körperkondition (BCS) der Sau bei ca. 3.5 (4 bei Erstlingssauen)
  • Hygiene Tier & Stall
  • Wasserversorgung
  • Abferkeldauer
  • Futteraufnahme Sau und Kolostrumaufnahme Ferkel

Mit einem optimalen BSC verbessert sich nicht nur der Geburtsprozess, die Sau hat auch noch genügend Reserven für die Laktation. Um einen schnellen Geburtsprozess zu fördern, spielt der Calcium-Haushalt eine wichtige Rolle. Durch eine erhöhte Calcium-Ausschüttung wird die Muskelkontraktion der Gebärmutter gefördert. Somit wird nicht nur die Sau weniger belastet/gestresst, auch Totgeburten können reduziert werden. Zudem kann mit einer ausgeglichenen Kolostrumaufnahme der Ferkel gerechnet werden. Dies verbessert die Vitalität und die Homogenität des gesamten Wurfes. Mit der Anwendung saurer Salze wie dem NutriCAB, wird der Blut-pH gesenkt. Folglich mobilisiert die Sau Calcium. Die daraus resultierenden Effekte verbessern nachweislich den Geburtsprozess und den Start in die Laktation für Sau & Ferkel. NutriCAB wird ab dem Einstallen in den Abferkelstall bis einige Tage nach dem Abferkeln verabreicht.

Um die Sau zum Start und während der Laktation zu unterstützen, bietet sich das Produkt Top Transit an. Dies beinhaltet eine breite Kombination von mehreren Wirkstoffen (Lebendhefen, pflanzliche Komponenten & einen speziellen Nährstoffverdaulichkeitsverbesserer) und hat einen positiven Effekt auf die Futteraufnahme, die Bewältigung von Stress, die Verdauung und die Nährstoffaufnahme. Folglich bringt eine erhöhte Futteraufnahme mit einer verbesserten Nährstoffabsorption mehr Nährstoffe ins Tier und unterstützt zum einen die Milchproduktion und zum anderen reduziert es den Gewichtsverlust während der Laktation. Dies hat positive Auswirkungen auf das Ferkelwachstum und den nächsten Reproduktionszyklus der Sau. Top Transit wird ab dem Einstallen in den Abferkelstall angewendet. Es kann grundsätzlich die gesamte Laktation verfüttert werden, mindestens aber bis zur zweiten Laktationswoche, wenn der Peak der Futteraufnahme erreicht ist.  

Absetzen – ein gesunder Darm für optimale Ergebnisse

Rund um das Absetzen sind die Ferkel mehreren Herausforderungen ausgesetzt. Stallwechsel, fehlender Kontakt zur Muttersau, keine Milch mehr, andere Haltungsform und weitere. Optimalerweise wird das Futter über diese Zeit nicht gewechselt. So muss sich der Darm nicht auch noch an ein neues Futter anpassen.

Ein gesunder Darm, mit einem stabilen und ausgeglichenen Mikrobiom, ist eines der wichtigsten Elemente in der Ferkelaufzucht. Besonders übers Absetzen kommt ihm eine noch wichtigere Bedeutung zu. Ein gesunder Darm verdaut das Futter wesentlich besser und absorbiert dadurch mehr Nährstoffe. Folglich bleiben weniger Nährstoffe für pathogene Keime übrig, welche sich dadurch kaum vermehren können. Die Darmzotten können sich besser entwickeln und tragen ihrerseits wiederum zu einer besseren Verdauung bei. Ein stabiles Gleichgewicht des Mikrobioms ist also das A und O übers Absetzen. Von diesem profitiert nämlich auch das Immunsystem der Ferkel, da ca. 80% der Immunwirksamen Komponenten über den Darm produziert werden.

Die grösste Herausforderung für die Ferkel stellt die Umstellung von tierischen auf pflanzliche Komponenten in der Verdauung dar. Damit dies möglichst sanft und nachhaltig abläuft, ist eine frühe Futteraufnahme in der Säugezeit wichtig. Dazu eignen sich in einem ersten Schritt feuchte Wühlerden, welche die feste Futteraufnahme von Ferkeln anregen. In einem zweiten Schritt muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Ferkel ein Starter-Futter verabreicht bekommen. Diese sind typischerweise mit hochverdaulichen Komponenten ausgestattet, welche z.T. tierischen Ursprungs sind. Dadurch kann sich die Enzymproduktion auf die neuen Nährstoffquellen anpassen. Während es zu Beginn fast nur die Laktase zur Spaltung des Milchzuckers und wenig Lipase sowie Protease benötigt, verändern sich deren Verhältnisse im Laufe der Aufzucht signifikant. Der Bedarf an Lipase, Protease und neu auch Amylase steigert sich stetig und besonders nach dem Absetzen sehr stark und schnell. An diesem Punkt entstehen dann auch die meisten Probleme, da die Ferkel selbst zu wenig Enzyme produzieren können und zusätzlich der Magenbrei nicht genügend angesäuert wird. Dies hemmt u.a. die Proteinverdauung und bietet pathogenen Keimen die Chance zur Vermehrung. Das Hauptziel um die Absetzphase muss also lauten: gut vorbereitete Ferkel (Anfüttern, Hygiene, etc.) mit einem angepassten Fütterungsregime (Unterstützung der Verdauung) zu kombinieren. 

Für diese Phase stehen diverse Möglichkeiten zu Verfügung. Nebst den Managementaufgaben (Klima, Wasser, Haltung, etc.) kann besonders über die gezielte Ergänzung von Spezialitäten einiges erreicht werden. Zu diesem Zweck können wir das Produkt Farmpack RepaXOL plus empfehlen. Das Produkt enthält mehrere pflanzliche Komponenten zur Steigerung der Futteraufnahme und Förderung der Enzymproduktion. Die Komponenten sind so verkapselt, dass sie kontrolliert über den Verdauungstrakt freigesetzt werden. Somit kann sich ihre Wirkung im besonders wichtigen Abschnitt des Dünndarms entfalten. Die Futteraufnahme wird angeregt, die Verdauung verbessert und die Gesundheit gesteigert. Zusätzlich unterstützten die enthaltenen Algen gezielt das Immunsystem. Dies bringt eine weitere Sicherheit und verbessert zudem die Immunantwort nach Impfungen.

Mycotoxine im Futter – Risiken und Bekämpfungsstrategien

Pilze sind in der Natur weit verbreitet. Sie produzieren unzählige Stoffwechselprodukte und sind äusserst heterogen. Ebenso unterschiedlich und je nach Ausgangslage weit verbreitet sind die produzierten Mycotoxine. Verschiedene Schimmelpilze produzieren diese sekundären Stoffwechselprodukte und beeinträchtigen bei der Fütterung (Futtermittel, Stroh, Raufutter) Gesundheit und Leistung der Tiere. Mycotoxine entstehen auf dem Feld oder bei der Lagerung. Einmal vorhanden, können sie durch keine entsprechende Behandlung (Erhitzung, Reinigung, etc.) des Futters entfernt oder unschädlich gemacht werden. Darum sollte das Hauptaugenmerk auf der Prävention liegen. Bei Verdacht oder entsprechenden Umweltbedingungen wie im aktuellen Jahr, sollten zur Sicherheit Analysen von Futterproben gemacht werden.

Mycotoxine - Typen und Auswirkungen

Das Hauptproblem entsteht durch die zwei Mycotoxine Zearalenon (ZEA) und Deoxynivalenol (DON). Beide werden durch Fusarien und auf dem Feld, vor allem bei Mais und Getreide, gebildet. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, das nie nur ein oder wenige Mycotoxine vorhanden sind. Es ist stets ein vielfältiger Mix mit unterschiedlichen Mengen vorhanden. Die toxischen Effekte der einzelnen Mykotoxine verstärken sich gegenseitig zum Teil erheblich. Sie haben einen synergistischen Effekt, also ergibt 1+1 nicht zwei, sondern fünf oder zehn.

Die Auswirkungen sind sehr unterschiedlich und z.T. schwierig zu eruieren. Man spricht hier auch vom Eisbergmodell, die sichtbare Spitze macht nur einen Bruchteil der effektiven Belastung aus. Wichtig in diesem Zusammenhang sind die Zeitdauer und die Menge der Aufnahme. Nehmen Tiere über einen längeren Zeitraum stetig Mycotoxine zu sich, so entstehen erhebliche Einbussen in der Leistung und in der Gesundheit. Typische Auswirkungen sind eine verschlechterte Fruchtbarkeit, Reduktion der Futteraufnahme, ein geschwächtes Immunsystem, schlechtere FV und tiefere Leistungen. Dies führt bei Schweinen z.B. zu einer tiefen NRR oder niedrigen TZ, sowie bei Milchvieh z.B. zu tieferen Milchinhaltsstoffen, einem gestörtem Pansenmilieu oder zu hohe Zellzahlen.

Bekämpfung
Wie eingangs erwähnt, stellt die Prävention die beste Massnahme zur Bekämpfung dar (Sortenwahl, Fruchtfolge, Bodenbearbeitung, Mycotoxinmonitoring, etc.). Allerdings lässt sich nicht immer alles kontrollieren und planen. Gerade in diesem Jahr mit z.T. langen, nassen Perioden und schlechten Wachstumsbedingungen für die Pflanzen, erschwerte Strohernte, Hagelschäden an Getreide und Mais, sowie z.T. Auswuchsgetreide, ist die Mycotoxinbelastung teilweise erhöht und über den Grenzwerten.
Die Auswirkungen von Mycotoxinen können mit speziell dafür konzipierten Zusätzen vermindert werden. Die Wirkung beruht hauptsächlich auf den Mechanismen binden und inaktivieren. Sinnvollerweise werden hier je nach «Hauptmycotoxin» verschiedene Produkte oder Kombinationen angewendet. Zudem sollte das Immunsystem, resp. die Verdauung der Tiere unterstützt werden. Somit können nicht nur die negativen Auswirkungen der Mycotoxine unterbunden, sondern zusätzlich die Abwehrkraft der Tiere gestärkt werden.

Produkte

Wir arbeiten im Bereich Mycotoxinmanagement mit verschiedenen Produkten. Diese sind sowohl der Art der Mycotoxine wie auch der Tiergattung angepasst. Auf jeden Fall lohnt sich eine genau Betrachtung des Problems, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Die Folgekosten einer erhöhten Mycotoxinbelastung sind schnell um ein Vielfaches höher als eine gezielte Bekämpfung des Problems. Gerne beraten wir Sie, um eine optimale Lösung zu finden.