Wie Sie die Klauengesundheit Ihrer Tiere sicherstellen

Die Klauengesundheit bei Milchkühen ist ein wesentlicher Faktor für die Wirtschaftlichkeit. Sie ist nicht nur direkt für Abgänge verantwortlich, sondern auch indirekt. Zum Beispiel fressen Kühe mit Klauenbeschwerden weniger und haben somit ein erhöhtes Risiko für Ketose und auch Azidose.

Die Gründe für Klauenprobleme
Die Klauengesundheit ist ein zentrales Element für eine gesunde und wirtschaftliche Milchviehherde. Abgänge wegen Fundamentproblemen gehören zu den Top-3 der Abgangsgründe. Viele Probleme treten zudem nur unterschwellig auf und verursachen laufend Einbussen in der Leistung und auf gesundheitlicher Ebene. Dies zieht dann weitere Probleme, wie z.B. Fruchtbarkeits- oder Verdauungsprobleme nach sich. Die Gründe für Klauenprobleme sind so vielfältig wie die Betriebe selbst. Sie entstehen meist durch mehrere Faktoren wie Azidose, Spurenelement- und Vitaminmangel, feuchter & schmutziger Untergrund (Weide oder Stall), Verletzungen oder als Folge von sonstigen Entzündungen und Infektionen. Darum muss die Klauengesundheit grundsätzlich auf allen Ebenen beachtet werden (Hygiene, Fütterung, Haltung, Management etc.).

Wie wirkt das Vitamin Biotin?
Als wichtiger Inhaltsstoff im Futter wird das Vitamin Biotin für eine gute Klauengesundheit eingesetzt. Biotin kann dem Mineralstoff zugesetzt oder als Bolus verabreicht werden. Beim Letzteren besteht ein Vorteil darin, dass die Abgabe sicher und beständig erfolgt.Biotin wirkt sich vor allem positiv auf das Ballenhorn aus. Die Festigkeit des nachwachsenden Hornes wird merklich gesteigert und bietet somit einen optimalen Schutz. Nebst den positiven Effekten auf die Klauengesundheit unterstützt Biotin auch die Milchproduktion. Der Einsatz von Biotin ist nicht zuletzt deshalb besonders im höheren Leistungsbereich zu empfehlen. Obwohl die Kühe das Vitamin auch selbst über die Pansenmikroben synthetisieren, deckt diese Menge den Bedarf nicht immer (vor allem bei Pansenazidose) genügend ab. Der Einsatz sollte deshalb optimalerweise nach dem Abkalben erfolgen, um die Milchkühe in dieser heiklen Phase zu unterstützen. Allerdings kann der Bolus auch vor dem Weidebeginn im Frühling, bei Futterumstellungen oder bei der Klauenpflege verabreicht werden.

Wie erwähnt besteht die Möglichkeit, den Bedarf an Biotin über einen Bolus zu decken. Aus diesem Grund haben wir den Bolus Bolutech Heel 2.0 ins Sortiment aufgenommen. Dieser Bolus zeichnet sich durch sein zweistufiges Abgabeverfahren aus. Ein Teil des Bolus wird innerhalb der ersten 24 Stunden freigegeben und dient zusätzlich der schnellen Unterstützung des anti-oxidativen und anti-inflammatorischen Systems. Pflanzliche Wirkstoffe (u.a. Traubenkerne & Thymian), Zink und Vitamine (Vit. E & C und Biotin) werden der Kuh so zugeführt. In einer zweiten Phase wird Biotin und Zink über ca. 150 Tage lang kontinuierlich abgegeben und sorgt somit für eine sichere Aufnahme der Wirkstoffe.